Foto-Festival Nationalpark Wattenmeer
Nationalparkwildnis am Westerhever Leuchtturm

Martin Stock

Nationalparkwildnis am Westerhever Leuchtturm

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist der größte Nationalpark Europas. Er feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Eigentlich eine kurze Zeit, um Freiraum für natürliche Entwicklung in der amphibischen Wattenmeerlandschaft zu schaffen.

Martin Stock arbeitet als Biologe und Fotograf im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Er ist ein intimer Kenner und begeisterter Wattführer dieser einmaligen Naturlandschaft. Er wird Sie auf dieser Exkursion in den Nationalpark führen und Ihnen die unberührte und sich wieder entwickelnde Nationalparknatur nahe bringen. Vor Ort mit dem erfahrenen Wattenmeerfotografen werden Sie genug Zeit haben, um sich bildhaft mit dem Wattenmeer und seinem Reichtum an Pflanzen, Tieren, Formen und Strukturen auseinander zu setzen.

An der Westküste von Eiderstedt, einer weit in den Nationalpark hineinreichenden Halbinsel, steht - inmitten sich wieder entwickelnder Nationalparknatur - der bekannte Leuchtturm von Westerhever. Die Exkursion führt hinaus auf die Sandbank sowie in die Wattflächen der angrenzenden Tümlauer Bucht, der letzten verbliebenen Wattenmeerbucht in unserem Nationalpark. Über die weitläufige Sandbank von Westerhever geht es zurück zum Leuchtturm. Wieder an Land, zeigt sich die entwickelnde Salzwiesennatur zu dieser Jahreszeit von ihrer schönsten Seite.

Auf der Exkursion werden weite Strecken zu Fuß zurückgelegt. Im September ist dies auch bei kühlerer Witterung nur barfuß ein wirkliches Erlebnis. Mit kurzer Hose und warmer, winddichter Oberbekleidung sind Sie richtig gerüstet. Die Exkursion wird ca. 3 Stunden dauern.

www.wattenmeerbilder.de

www.wandel-im-watt.de



Walther Petersen-Andresen

Natur aus zweiter Hand

Natur aus zweiter Hand

Das Naturschutzgebiet Beltringharder Koog entstand 1987 durch die Eindeichung der Nordstrander Bucht. Er ist heute mit 3350 ha Fläche das größte Naturschutzgebiet in Schleswig-Holstein und wurde seit Deichschluss zielgerichtet für den Naturschutz mit drei Lebensraumtypen entwickelt.

Große Feuchtgrünländer mit zusätzlichen Wasserflächen repräsentieren die frühere Marsch. Sehr hohe Wasserständen und eine extensive Rinderbeweidung sichern hier einen nassen Wiesenlebensraum für Gänse und Enten und seltene Wiesenvögel.

Eine großflächige künstliche Salzwasserlagune wird über zwei Siele mit Meereswasser im natürlichen Tidenrhythmus befüllt und entleert, so dass eine enge Verzahnung zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer vorhanden ist. Alle Tierarten des Wattenmeeres, einschließlich Meeressäuger und Pflanzensaat wandern durch die Siele ein und aus. Hier brüten viele Küstenvögel.

Der Südteil des Beltringharder Kooges mit einem Speicherbecken, einem Flachsee und weitläufigen Landflächen ist Sukzessionsfläche mit ausgedehnten Röhrichten, Hochstaudenfluren und Weidengebüsch. Hier kann sich die Natur vom Menschen vollkommen ungestört entwickeln.

Der Beltringharder Koog ist am Nationalpark eines der wichtigsten Rastgebiete für die großen Schwärme der Wattenmeerarten und Brutgebiet für 100 verschiedene z.T. sehr seltene Vogelarten.

Walther Petersen-Andresen ist Mitarbeiter des Staatlichen Umweltamtes Schleswig und Leiter der Naturschutzstation Holmer Siel. Der Biologe hat sich sowohl in seiner Diplomarbeit als auch in seiner Promotion mit der Ökologie und dem Naturschutzmanagement von Eindeichungsgebieten beschäftigt.

Die Exkursionsteilnehmer erhalten auf einer ca. 3-stündigen Wanderung viele Insider-Informationen über das Schutzgebiet und können die großen Vogelbestände in Ruhe beobachten oder fotografieren.