Foto-Festival Nationalpark Wattenmeer

Florian Möllers

Wild Wonders of Europe

Wild Wonders of Europe

69 der besten Naturfotografen Europas reisten zwischen Mai 2008 und August 2009 im Auftrag von Wild Wonders of Europe in 48 europäische Länder, um die Vielfalt und Schönheit unseres europäischen Naturerbes in einmaligen und aktuellen Bilder einzufangen. Von insgesamt 125 Foto-Missionen brachten sie fast 200.000 Bilder zurück, die Lust machen, die Naturschönheiten unseres Kontinents selbst zu entdecken. Sie belegen, dass Konzepte wie Natura2000 und spezifische Artenschutzmaßnahmen erheblich dazu beigetragen haben, dass viele auch große Wildtiere nach Europa zurückkehren und sich erfolgreich ausbreiten. Sie geben eine von vielen Antworten auf die Frage: Was ist Europa?

Mit Outdoor und Indoor Ausstellungen, die durch ganz Europa touren sollen und derzeit schon in Den Haag und Prag zu sehen sind (bis Ende August 2010) und mit einem eindrucksvollen Bildband in zehn und mehr Sprachen will Wild Wonders für den Erhalt unseres gemeinsamen Naturerbes in Europa werben und deutlich machen: "Ja, Natur- und Artenschutz funktioniert, zum Wohle der Natur und zum Wohle von uns Allen." Die Bilder zeigen unbekannte, unerwartete und unvergessliche Eindrücke aus Europas Natur, die weit mehr zu bieten hat, als die Meisten vermuten werden.

Florian Möllers, selbst Naturfotograf und Biologe und zusammen mit Bridget Wijnberg, Peter Cairns und Staffan Widstrand einer der vier Initiatoren von Wild Wonders of Europe zeigt ein "best of" der Bildervielfalt dieses weltgrößten Naturfotoprojektes und lüftet einige der Geheimnisse hinter den spektakulären Bildern und Abenteuern der Fotografen.

Referent: Florian Möllers

Datum: 29.04.2011, 19:30 Uhr

Ort: Husum - Kinocenter

www.wild-wonders.com



Manfred und Gisela Delpho

Im Reich der urigen Buchen - Der Nationalpark Kellerwald-Edersee

Im Reich der urigen Buchen - Der Nationalpark Kellerwald-Edersee

Es ist einer der größten Buchenwälder Europas und die größte durch Straßen und Siedlungen unzerschnittene Waldfläche Deutschlands. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee liegt eingebettet in die 40 000 Hektar große Fläche des gleichnamigen Naturparks. Mächtige alte Buchen, knorrige Eichen, naturnahe Bachtäler und Waldwiesen prägen das Bild dieser nordhessischen Mittelgebirgslandschaft.

Der Buchenwald-Nationalpark Kellerwald-Edersee, das sind 5.700 Hektar zusammenhängender Wald ohne Straßenlärm, ohne Dörfer oder Siedlungen - Rückzugsgebiete für scheue Waldtiere wie den Schwarzstorch, die Wildkatze oder den Baummarder. Auch Raufußkauz, Uhu und Kolkrabe gehören neben vielen anderen Vogelarten, dem Schwarz- und Rotwild und den Kleinsäugern zu den Bewohnern der großen, ruhigen Waldgebiete. Hier ragen stattliche Baumriesen in den Himmel, die teilweise über 200 Jahre alt sind und noch über 300 Jahre lang das imposante Erscheinungsbild dieses Waldes prägen könnten. Alte Baumveteranen bieten nicht nur vielen Höhlenbrütern eine Kinderstube, sondern sind als Totholz ein Eldorado für Pilze und Insekten. Feuchte Wiesentäler beherbergen seltene Orchideen und an den sonnigen Felshängen des sich in Schleifen windenden Edersees setzt die Pfingstnelke rote Farbtupfer.

In der Beamer-Schau wird die Faszination Wildnis in eine lockende Bildersprache umgesetzt. Tiere und Pflanzen des Buchenwaldes bezaubern. Geschichte, Geologie, Quellen und Bäche, alle Facetten leuchten auf. Der Vortrag endet mit einer sehr stimmungsvollen musikuntermalten Bilderschau.

Preisgekrönte Naturbilder nach dem gleichnamigen Bildband präsentiert vom "Naturfotografen des Jahres 2002"

Referenten: Manfred und Gisela Delpho

Datum: 30.04.2011, 14 Uhr (Blockveranstaltung)

Ort: Schloss vor Husum - Rittersaal

www.delpho.de



Alfred Eradi

Weltnaturerbe Dolomiten

Weltnaturerbe Dolomiten

Die Entstehung der Dolomiten begann vor ungefähr 230 Millionen Jahren in einem flachen, warmen Meer durch Ablagerung von Mikroorganismen und die Bildung von Korallenriffen. Durch die Kontinentalverschiebung wurden die Dolomiten aus dem Meer gehoben und dann begann auch schon die Erosion. Wind und Wetter, die Gletscher der Großen Eiszeiten und schließlich der Spaltenfrost wirkten wie Bildhauer und modellierten steile Wände und bizarre Felstürme daraus. Mit etwas Phantasie kann man sogar Gestalten aus der ladinischen Sagenwelt erkennen.

Die Bezeichnungen "Dolomit" für das Gestein und "Dolomiten" für die bleichen Berge gehen auf den französischen Forschungsreisenden Dèodat Gratet de Dolomieu zurück, der im Jahr 1789 in den Bergen Tirols unterwegs war und ein Gestein entdeckte, das mit verdünnter Salzsäure keine oder kaum Reaktion zeigte. Im gleichen Jahr brach in Paris die französische Revolution aus.

Der berühmte Architekt Le Corbusier bezeichnete die Dolomiten als "das eindrucksvollste Bauwerk der Welt", für den Bergsteiger Reinhold Messner sind sie "die schönsten Berge der Welt".

Am 26. Juni 2009 wurden die Dolomiten aufgrund ihrer Schönheit, ihrer landschaftlichen Einzigartigkeit sowie ihrer geologischen und geomorphologischen Bedeutung zusammen mit dem Nationalpark Wattenmeer in die Welterbeliste eingetragen.

Alfred Erardi ist Gründungsmitglied von Strix. Die Vereinigung setzt sich aus passionierten Naturfotografen zusammen, die allen drei Sprachgruppen angehören, die in Südtirol leben: Deutsche, Italiener und Ladiner. Seit 30 Jahren ist Alfred in den Dolomiten, hauptsächlich im Naturpark Fanes-Senes-Prags, mit seinem Fotoapparat unterwegs. Um die Berge im schönsten Licht zu erwischen, scheut er keine Mühe, er ist zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter mit schwerer Ausrüstung unterwegs.

Er meint: "Wer nie eine Nacht auf einem Berggipfel verbringt und den Sternenhimmel betrachtet, versäumt etwas in seinem Leben."

Referent: Alfred Eradi

Datum: 30.04.2011, 14 Uhr (Blockveranstaltung)

Ort: Schloss vor Husum - Rittersaal

www.strixnaturfoto.org



Sandra Bartocha

Atelier Natur

Atelier Natur

Die Natur bietet uns unendliche Form- und Farbvariationen. In einem musikalisch untermalten Vortrag zeigt Sandra Bartocha Bilder von kleinen und großen Landschaften. Ihre Bilder entstehen oft spontan, basierend auf der Stimmung vor Ort und nur mit Hilfe der technischen Möglichkeiten der Kamera, wie Mehrfachbelichtungen, Unter- und Überbelichtungen sowie selektiver und bewusster Unschärfe. Die daraus entstehenden Bilder sind kleine, abstrahierte Ausschnitte der Wirklichkeit.

Sandra Bartocha geht es nicht um die allgemeine Dokumentation von Natur und Landschaft, sondern vielmehr um die Ästhetik von natürlichen Zusammenhängen im Detail. Das Spektrum ihrer Naturfotografien reicht von klassisch bis zur durch Verfremdung versuchten eigenen Wahrnehmung von Momenten.

Referentin: Sandra Bartocha

Datum: 30.04.2011, 14 Uhr (Blockveranstaltung)

Ort: Schloss vor Husum - Rittersaal

www.bartocha-photography.com